Geschichte
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1897-1900


15. Juli 1897

Die Herren Carl und August Beins, Friedrich Brinkemöller, Heinrich Bahlmann, August Flottmann, Heinrich Hilmer, Otto Hugo, Georg und Heinrich Prior, Heinrich Oppermann, Adolf Hampe, Theo Thorwesten und Ludwig Steinigerweg gründen den

Turnverein "Jahn" Osnabrück von 1897 e.V.

In Osnabrück ist der Zwölfstundenarbeitstag üblich, und es ist nicht leicht, schnell von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.
Die 13 genannten Herren wollen auch in der Neustadt Osnabrück Gelegenheit schaffen, um zu turnen.

Heinrich Bahlmann übernimmt als 1. Vorsitzender den Verein, der sich der Deutschen Turnerschaft anschließt.

Carl Beins übernimmt das Amt des Sportwartes, Ludwig Steinigerweg wird Säckelwart (Kassenwart)


1901-1910


1902

Ludwig Steinigerweg ist Vorsitzender des jungen Vereins. (bis 1917)

Als Übungsstätte dient zunächst der Saal der Gastwirtschaft bei der Neuen Mühle am Kollegienwall und später der Saal des Tivoli an der Iburger Straße.

Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges wirken als Turnwarte: Heinrich Oppermann, Heinrich Hettlich, Rudolf Schließmann, Wilhelm Steinhoff, Hans König, Hermann Berdelmann, Adolf Hampe, August Uthmann, Bernhard und Ludwig Witte, Heinrich Hurrelbrink und Josef Preuß.


1906

Wilhelm Steinhoff und Ludwig Witte gründen die erste Damenabteilung in Osnabrück, die von Ludwig Witte geleitet wird.


1908

Die Stadt Osnabrück baut die Turnhalle am Rosenplatz. Die Turner des TV JAHN ziehen nach dort um.


1911-1920


1914

Der erste Weltkrieg ruft fast alle Turner des Vereins zu den Waffen. Der TV Jahn überlebt diese schweren Jahre, da er innerlich gefestigt ist.


1917

Ludwig Witte (verwundet aus dem Krieg heimgekehrt) übernimmt mit 29 Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden. Gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard und Hermann Berdelmann leiten sie für die Heimkehrer Turnstunden in der Schlosswall-Halle, an denen auch Turner aus anderen Vereinen teilnehmen.


1918

Der erste Weltkrieg ist beendet und der TV JAHN nimmt als erster Osnabrücker Verein den geregelten Übungsbetrieb wieder auf.
Der Oberturnwart Bernhard Witte leitet die Übungsstunden.
Für die Verdienste um die Fortführung des Turnens während des Krieges spricht der Gauvorsitzende Dr. Tiemann dem TV JAHN seinen herzlichsten Dank aus.


1919

Der erste öffentliche Auftritt nach dem Krieg wir anlässlich der Gründung des Kriegsbeschädigten-Verbandes in der Stadthalle am Kollegienwall ein großer Erfolg. Damit beginnt der Aufschwung des Vereins und die Mitgliederzahl steigt. Für einige 100 Mark wird Inventar und Turngerät vom "TV Niedersachsen" erworben, von dem auch Mitglieder übernommen werden.


1920

Ihren ersten Spezialitäten-Abend veranstalten die Turner im überfüllten Saal des "Harmonieclubs" an der Hakenstraße. Hier zeigen sie vor Publikum ihr Können. Dieser Abend muss wegen des starken Besuchs im Herbst wiederholt werden.

Das Stiftungsfest wird im Sommer mit großem Schauturnen und Gartenkonzert unter Mitwirkung der Eisenbahnerkapelle abgehalten. 10 - 12 Turnriegen zeigen ihre Übungen.

Bei den Städtewettkämpfen des fünften Kreises der Deutschen Turnerschaft (Bremen, Oldenburg und Osnabrück) ist der TV Jahn durch Bernhard Witte, Mathias und Theo Niggemann, Ludwig Bruning, Ludwig Meierhans und Karl Schröder vertreten.

Die Meisterriege, die Akrobatenriege und die Frauengruppe werben unermüdlich in vielen Städten des Regierungsbezirkes Osnabrück für die Sache des Turnens.
Besonders die Akrobatenriege ist so zugkräftig, dass sie zu zahlreichen Veranstaltungen aller Art von Vereinen und Verbänden angefordert wird. Ihr gehören Bernhard und Ludwig Witte, Hermann Berdelmann, Gustav Haarmeyer und Ludwig Bruning an. Später kommen noch Mathias und Theo Niggemann, Hans und Alfred Schlie und Heinz Dierkes hinzu.
Vollendete Körperbeherrschung, Grazie und Gewandtheit sowie artistische Leistungen, sogar am Trapez, kennzeichnen diese Turner und Akrobaten.


1921-1930


1921

Die Spezialitätenabende finden nun in jedem Herbst in der stets überfüllten Stadthalle am Kollegienwall, die über 2000 Zuschauern Platz bietet, statt.

Im reichhaltigen Programm sind die Turner der Meisterriege und die Vorführungen der Akrobatenriege besondere Glanzstücke.

August Brockmann gewinnt als 17jähriger den traditionellen "Lauf über die Wälle".


1922

Die Osnabrücker Meisterschaften im Geräteturnen, an denen der MTV, der OTV, der OTB und der TV Jahn teilnehmen, gewinnen die Turner des TV Jahn von 1922 - 1928 in ununterbrochener Reihenfolge.


1923

Bernhard Witte, Theo Niggemann und Ludwig Bruning kehren als stolze Sieger im Zwölfkampf vom Deutschen Turnfest aus Köln zurück.


1925

Theo Niggemann gewinnt die Meisterschaft des fünften Kreises der Deutschen Turnerschaft im Zwölfkampf. (6 Pflicht- und 6 Kürübungen an den Geräten.)
Gastwirt Meyer überlässt dem Verein ein am Fuß des Schölerberges liegendes Grundstück zum Ausbau als Sportplatz.
In kurzer Zeit bringen die Mitglieder 60.000,- DM auf.
In erheblicher Eigenarbeit wird die Fläche planiert und Rasen eingesät.
Eine sogenannte "Russenbaracke" mit einer Grundfläche von 75 m2 ( 15 x 5 m ) wird für 450,- DM von der Eisenbahn erstanden. Sie dient als Geräte- und Umkleideraum. Auch konnten in diesem "Vereinsheim" Versammlungen und Maiabende abgehalten werden.
Der Verein stattet das Gebäude mit einer Waschanlage und dem notwendigen Mobiliar aus. Sprunggruben, Wurfanlagen und die erforderlichen Spieltore werden eingerichtet. Dazu wird die gesamte Anlage umzäunt und mit Bäumen bepflanzt, um Schatten zu spenden.


1926

Theo Niggemann gewinnt auch die Zwölfkampfmeisterschaft der Deutschen Turnerschaft in Köln. Begeistert holen ihn seine Freunde vom Osnabrücker Hauptbahnhof ab. Gauoberturnwart Schwenke und Gauvertreter Dr. Tiemann begrüßen den frischgebackenen Meister, der unter Vorantritt des Spielmannzuges des TV Jahn und der Turnerschar zur Turnhalle am Rosenplatz begleitet wird. Theo Niggemann verlässt im Herbst dieses Jahres Osnabrück, um in den USA sein Glück zu machen. Ein goldener Siegelring mit dem Wappen des TV Jahn wird ihm zum Abschied übergeben.

Im Sommer kann endlich der Platz mit einem großen Schauturnen und Festumzug eingeweiht werden. Am Rosenplatz sind alle Osnabrücker Turnvereine zum Festumzug angetreten und es geht mit klingendem Spiel zum Sportplatz. Es ist ein Volksfest für die Neustadt. Man hat sogar für die Kleinen ein Karussell aufgestellt. Senator Herrmann hält die Festrede zur Einweihung bei der die "Jahner Eiche" gepflanzt wird.

Elf Jahre lang turnen und spielen Frauen, Männer und Jugendliche auf diesem Platz. Zum Vereinsturn- und Sportfest ziehen die Mitglieder in Scharen zum Platz. Nach Beendigung der Wettkämpfe wird Tannengrün und Eichenlaub aus dem Schölerberg geholt, um daraus Girlanden und Siegerkränze zu binden. Nach dem Ausschmücken des Heimes findet am Nachmittag das fröhliche, gesellige Beisammensein der großen Turnerfamilie statt. Auf der Hauptversammlung am 19.7. wird auf Vorschlag von Ludwig Witte eine Alt-Herren-Abteilung ins Leben gerufen.


1930

Die herzliche Freundschaft, die den TV Jahn mit dem Osnabrücker Turnlehrer und Pädagogen Hermann Ohnesorge verbindet, der praktisch der Erfinder des modernen Kinderturnens ist, und der später Leiter der Reichsakademie der Leibesübungen in Berlin wird, führt mit dessen Genehmigung zur Benennung dieser Abteilung in "Hermann Ohnesorge Riege".

In dieser Riege finden sich die älteren Sportler zusammen, um zusätzlich zum Turnen und Spielen auch den geselligen Zusammenhalt zu fördern und praktisch Sachverwalter des Vereins zu sein.


1931-1940


1937

Ein schwerer Schlag für den Verein. Die Stadt Osnabrück erklärt diese schöne Sportplatzanlage mit dem Vereinsheim zum Baugelände. Der Verein muss die Anlage innerhalb von 14 Tagen räumen. Entschädigung oder Ersatz gibt es nicht. Das Vereinshaus wird beim "TUS Rasensport" an der Kokschen Straße aufgestellt. Dort haben wir uns eingemietet.


1938

Durch die damaligen Machthaber wird die zwangsweise Zusammenführung von Turn- und Sportvereinen durchgeführt. Der TV Jahn von 1897, die Fußballvereine "SC Schwarz / Weiß Wulfter Turm" und der "Sportverein 08" ( heute der SV Eintracht ) werden zum "Turn und Sportverein von 1897" zusammengeschlossen.


1941-1950


1942 - 1943

Unsere Rosenplatzhalle wird bei einem Luftangriff ein Raub der Flammen.
Durch die Rekrutierung ist dem Vereinsleben bald ein Ende gesetzt. Einzelne Zusammenkünfte des Vorstandes werden noch abgehalten.


1945

Der zweite Weltkrieg mit seinen Wirren lähmt das turnerische Leben völlig.
Das künstlich geschaffene Vereinsgebilde ist damit am Ende, und niemand denkt daran, den "Turn- und Sportverein von 1897 Osnabrück" wieder aufleben zu lassen.


1947

Osnabrück liegt in Schutt und Asche.

Nach mühsamer Sammlung von Adressenmaterial aus dem Gedächtnis heraus (alles Schriftgut war verbrannt) finden sich 33 ehemalige Mitglieder am 10. August in der Gaststätte Niederhaus in der Wiesenstraße 21 zur ersten Zusammenkunft ein.
Es wird der einstimmige Entschluss gefasst, den TV Jahn , der in diesem Jahr sein 50. Jubiläum hätte, wieder ins Leben zu rufen.

Die Genehmigung zur Wiedergründung muss vom Sportamt der Stadt Osnabrück und der zuständigen Militärregierung, die alle Mitglieder auf ihre Parteizugehörigkeit überprüft, eingeholt werden.

Die Wiedergründungsversammlung wird am 28.September in der Gaststätte Niederhaus durchgeführt.

Ludwig Witte übernimmt wieder den Vorsitz im Verein, den er bereits seit 1917 innehat.

2 Monate später feiern 41 Mitglieder und deren Freunde bei Potthoff am Schölerberg die Gründung des Vereins vor 50 Jahren. Die 120 Personen vergnügen sich bei Wasser und dünnem Bier, sowie mitgebrachtem selbstgebrannten Schnaps (damals hieß er Balkenbrand). Briketts für die Saalheizung und Glühbirnen werden ebenfalls mitgebracht. Der Abend wird durch Gesangsbeiträge des "Witte-Quartett" verschönert.

Es ist ein freudiges Wiedersehen nach den schrecklichen Kriegsjahren.

Die Hauptsorge der Verantwortlichen gilt jetzt dem Wiederaufbau des Turnbetriebes.
Die Schwierigkeiten sind groß und vielfältig, trotzdem finden sich immer mehr im TV Jahn wieder. In der stark beschädigten Teutoburger Schule machen die Turner wieder ihre ersten Gehversuche. Hausmeister Heinrich Schmitz und seine Ehefrau erklären sich bereit, die Turnhalle Sonnabends in der Zeit von 20:00 - 21:30 Uhr zu öffnen. An den anderen Tagen ist sie vom OTB, MTV und OTV belegt. Das Opfer des Hausmeisterehepaares wird deutlich, wenn man erfährt, dass die Wohnung sich unter der Turnhalle befindet. Doch die erst 6 bis 8 Turner sind außerordentlich bescheiden. Sie sind dankbar für eine Halle, deren Fenster mit Brettern vernagelt sind, deren Heizkörper keine Wärme ausstrahlen und an deren Decke eine einzige 100-Watt-Glühbirne kümmerliches Licht spendet. Im Keller befindet sich ein Wasserhahn, der im Sommer wie im Winter nur kaltes Wasser abgibt.

Trotz dieser widrigen Umstände wächst die Gemeinschaft der Turner zusammen und bildet das Rückgrat des Vereins.


1949

Als der OTB wieder in die reparierte Halle an der Heinrichstraße einzieht, bekommt der TV Jahn 3 Abende in der Woche zum Turnen. Die Mitgliederzahl steigt weiter an.

Etliche Mitglieder, die zum Teil schon vor dem zweiten Weltkrieg im Vorstand tätig waren, nehmen nach ihrer Rückkehr die Arbeit wieder auf. Dem Vorsitzenden Ludwig Witte stehen zur Seite: Heinz Bos, Franz Menkhaus, Theo Schmitz, Willi Ellinghaus und Adolf Hampe.

Viele Flüchtlinge, Vertriebene und Aus-gebombte aus anderen Städten schließen sich dem Verein an, um ihr turnerisches Leben fortzusetzen, wie sie es in der Heimat gewohnt waren. Denn Turner sind Turner, egal welche Mundart sie sprechen.

Die Mitgliederzahl verdreifacht sich und steigt auf 124.


1950

Arthur Brockmann, der ab 1933 mit verschiedenen Aufgaben im Vorstand tätig ist, übernimmt die "Hermann Ohnesorge Riege".


1951-1960


1953

Die im Jahre 1900 geweihte Vereinsfahne, die im Krieg verbrannte, wird durch eine neue ersetzt, die am 28. Juni bei Rahenkamp in Voxtrup durch den Bezirksvorsitzenden Dr. Jochen Benecke geweiht wird. Gleichzeitig wird die vom Ehrenvorsitzenden des Turnbezirks Osnabrück und Bildhauers Friedrich Kreutzmann aus Eichenholz geschnitzte "Jahnbüste" enthüllt. Beide Symbole erhalten einer Ehrenplatz im Vereinslokal "Gaststätte Neitz" an der Iburger Straße.


1956

Der TV Jahn , jetzt mit 250 Mitgliedern, bekommt seine Heimat in der wiederhergestellten Turnhalle am Rosenplatz.

Durch die Normalisierung des Alltagslebens zeichnen sich neue Aufgaben für die Turn- und Sportvereine ab. Während früher das Vereinsleben als echte Freizeitgestaltung der Mittelpunkt des bürgerlichen Lebens war, nimmt jetzt die zunehmende Motorisierung, das größere Angebot der Unterhaltung, wie z.B. Radio und Fernsehen, immer mehr Zeit in Anspruch. Auch unser Verein stellt sich dieser Entwicklung und bietet mit neuen Ideen ein immer besser werdendes Sportangebot.


1957

Zum 60jährigen Bestehen des TV Jahn veranstaltet der Verein am 29. September ein großes Schauturnen, welches im ausverkauften Theater am Domhof stattfindet. Die Festansprache hält der 1. Vorsitzende des Niedersächsischen Turnerbundes, Franz Klemm.

Georg Schlegel wird Präsident der Karnevalsabteilung.


1958

Im Dezember findet zum ersten Mal, verbunden mit einer Weihnachtsfeier, im Haus der Jugend das Märchenspiel statt. Regisseur Georg Schlegel hat zusammen mit seiner Frau Edith Schlegel und Tochter Irene Brüggemann, die für die Kostüme und den Tanz zuständig sind, mit Kindern des Vereins ein Märchenspiel einstudiert, welches großen Anklang findet und bei zahlreichen Vereinen als Gastspiel aufgeführt wird. Die wörtlichen Dankesworte von Ludwig Witte an Georg Schlegel: "Ich danke nochmals Georg Schlegel und seiner Ehefrau und wünsche, daß du, Georg, noch öfter an die Öffentlichkeit treten solltest. Mein Dank sei dir gewiss." (Im Rückblick kann gesagt werden, dass sich dieser Wunsch zum Wohle des Vereins voll erfüllte.)

Nachdem Ludwig Witte 42 Jahre den Verein geführt hat, übernimmt Willi Ellinghaus den Vorsitz. Sein letzter Abschiedsgruß lautet: "Liebe Turnschwestern und Turnbrüder. Ich danke allen Helfern, sei es im Vorstand oder in den Abteilungen, für eure treue Mitarbeit zum Segen des Vereins. Gut Heil!"


1959

Die Frauenhandballmannschaft wird in der 2. Frauenliga Bezirksmeister im Feldhandball.


1960

Zum ersten Mal findet die Winterwanderung mit anschließendem Grünkohlessen statt. Sie führt zur Ludwigshalle Hehmann im Schinkel.


1961-1970


1961

Horst Zaun gründet die Schwimmabteilung. Mit 25 Schwimmern werden die ersten Schwimmstunden im Lehrschwimmbecken der Agnes-Miegel-Realschule abgehalten. Für Schwimmanfänger werden ebenfalls Lehrstunden eingerichtet. Die ersten Ausbilder sind: Inge Röder, Else Althaus und Irmgard Meyer.

Die Rekordzahl von 154 Erwachsenen und 191 Kinder nehmen am Familienausflug nach Bad Essen teil. Die "Friedenshöhe" ist alsbald fest in Jahner Hand. Wanderungen, Schnitzeljagden und Kinderspiele stehen auf dem Programm. Alle, die dabei sind, danken der Vereinsführung für diesen schönen Tag.


1962

Zum zweiten Mal werden die Handballfrauen Kreismeister im Hallenhandball der 1. Kreisklasse.

Erster Trainingsbetrieb der Tischtennisabteilung unter der Leitung von Erich Fleischer.

Franz Dammann wird beim Bundesalterstreffen in Göttingen Dritter.


1963

Walter Kiaupa gründet die Frauenleistungsturnriege.


1964

Georg Schlegel wird Vorsitzender des Vereins. Zusammen mit dem Oberturn- und Sportwart Hans-Hermann Röder, den bewährten alten Kräften und vielen jüngeren Mitarbeitern, geht die Entwicklung des Vereins steil bergauf. Der Verwaltungsapparat wird modernisiert. Die Satzung wird überarbeitet und eine Ehrungsordnung eingeführt.
Die Abteilungen erhalten mehr Selbständigkeiten und haben jeweils eine Stimme im Vorstand. Über den Haushaltsvoranschlag werden Ausgaben und Beitragssätze bestimmt. Neben der Beitragskassierung durch Inge Röder als Hauptkassiererin und Frieda Söcker als neue Kassenwartin, wird ein Girokonto eingerichtet, auf das Beiträge überwiesen werden können. Es wird ein Lagerraum angemietet, der ebenfalls als Werkstatt genutzt wird, um Dekorationen herzustellen. Eigenarbeit wird im Verein großgeschrieben.

Das neue Vereinsmitteilungsblatt, welches bis zu 8 mal im Jahr erscheint, informiert über das Vereinsgeschehen.

Zum erstenmal zeigen die Mitglieder beim "Schauturnen" einem breiten Publikum ihr Können.

Die Männer der Handballabteilung werden im Feldhandball Bezirksmeister in der Bezirksklasse.

Walter Kiaupa leitet die 1. Trainingsstunde in der neuen Turnhalle "Am Kalkhügel" und gründet die Volleyballabteilung. Als Abteilungsleiter gelingt es ihm, in kurzer Zeit 15 Spieler für die Abteilung zu gewinnen.


Heinz Schlichting erweitert die Schwimmausbilder beim Anfängerschwimmen.

Die Tischtennisabteilung zieht in die Jellinghausschule. Im Herrenbereich sind 3 Mannschaften gemeldet. Es werden im Jugendbereich Mannschaften aufgebaut. Am Ende des Jahres kommt auch der Schülerbereich mit Mannschaften hinzu.


1965

Es wird eine moderne Tanzgruppe eingerichtet, in der junge Mädchen nach aktueller Musik Showtänze einüben und ihr Können auf Veranstaltungen darbringen. Die Leitung übernimmt Irene Brüggemann.


1966

Der TV Jahn hat die 1000-Mitglieder-Grenze überschritten. 1008 Kinder und Erwachsene, fast ausschließlich Aktive, turnen und spielen in den städtischen Turnhallen am Rosenplatz, am Kalkhügel und in der Jellinghausschule, sowie in den Hallen des Käthe-Kollwitz- und des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. In dem Lehrschwimmbecken der Agnes- Miegel- Realschule lernen unsere Anfänger das Schwimmen, um dann im Niedersachsenbad und im Schwimmbecken der PH ( spätere UNI ) ihr Können zu trainieren. Einige Leichtathleten trainieren in den Sommermonaten auf der Zentralen-Sportanlage am Schölerberg, wo auch einige ihr Sportabzeichen ablegen.

Immer neue Abteilungen erweitern das Angebot, welches zur Zeit Kleinkinderturnen, Kinderturnen, allgemeines Turnen, Kunstturnen, Gymnastik mit Musik, Prellball, Handball, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Volleyball, Jedermannabteilungen, Fitnessabteilungen für Männer und Frauen, sowie Wanderer umfasst.

Als Ausrichter des größten Prellballturnier Norddeutschlands in der Schloßwallhalle, Dr Lotz und Heinz Werminghaus hatten in mühevoller Kleinarbeit das Turnier vorbereitet, feiert der Verein einen 1. Platz in der Klasse 3 und zwei 2. Plätze in den Klassen 1 und 2. 30 Mannschaften aus 14 Vereinen nehmen an diesem Turnier teil.


1967

Nachdem die Prellmannschaft der Klasse 4 (50 Jahre und älter) Landesmeister wurde, nimmt sie mit August und Arthur Brockmann, Franz Dammann und Arthur Fischer an den deutschen Meisterschaften in Heidenheim teil. Sie erreichen einen hervorragenden 6. Platz.


1968

Die "Hermann Ohnesorge Riege" wird im Andenken an den verstorbenen, verdienstvollen 1. Vorsitzenden Ludwig Witte in "Ludwig Witte Riege" umbenannt.

Dieter Böer übernimmt die Leitung der Schwimmabteilung. Die Schwimmer wechseln von der Agnes-Miegel-Realschule in das Pottgrabenbad. Unsere Prellballer der Klasse 4 werden Dritte der Landesmeisterschaften.


1969

Die Prellballmannschaft der Klasse 4 wird erneut Landesmeister. Sie nimmt zum zweiten Mal an den deutschen Meisterschaften, diesmal in Saarbrücken, teil und wird in der Zusammensetzung Franz Dammann. August Brockmann, Hermann Diehl und Friedel Kell Fünfter.


1970

Am 22.02. gewinnen die Spieler der Prellballabteilung in der Männerklasse 1 die Bezirksmeisterschaft in Schüttorf. Erfolgreich waren: Werner Sommer, Friedel Schomacker, Franz und Horst Dammann. Bei den Landesmeisterschaften erreichen sie wieder einen guten dritten Platz.


1971-1980


1971

Nach den hervorragenden Leistungen der letzten Jahre steigen die Prellballer in die Landesliga auf.


1972

75jähriges Bestehen des Vereins.

Herausragende Ereignisse sind eine stimmungsvolle Morgenfeier in der Aula des Schlosses, mit dem 2. Vorsitzenden des Deutschen Turnbundes, Dr. Josef Göhler als Festredner, eine vielbeachtete Fotoausstellung, der Festball im Haus Rahenkamp in Voxtrup mit dem Medium Terzett und das Schauturnen in der Sporthalle am Schloßwall, wo vor vollen Rängen Welt- und Europameister im Turnen ihr Können präsentieren.

Die Führung des Anfängerschwimmens übernimmt Heinz Schlichting zusammen mit Klaus Schmitz. Als Ausbilderin kommt Gerda von Korff hinzu. Die Tischtennisabteilung übernimmt Günther Wolke.


1974

Der TV Jahn möchte das Geräteturnen erhalten. Da immer höher geschraubte Anforderungen immer weniger Interessenten finden, und eine fortschreitende Spezialisierung von den Übungsleitern großes Können voraussetzt, werden besonders geschulte Fachkräfte eingestellt. Für das Mädchenturnen Sabine Gerlach (Landesmeisterin in Rheinland-Pfalz) und für das Männerturnen Jochen Brosche (Bezirksmeister in Osnabrück). Beide absolvierten die Deutsche Turnschule in Frankfurt.

Fast alle Vorstandsmitglieder wirken ehrenamtlich in den Fachausschüssen der Kreis-, Bezirks- und Landesverbände mit, z.B. Heinz Werminghaus und Dieter Böer beim Kreissportbund, Karl Brune als Bezirkspresse- und Landesfahrtenwart, Jürgen Brüggemann als Kunstturn-Kampfrichter und später als Bezirks- Oberturnwart, Georg Schlegel als Turngauvorsitzender, Bezirksoberturnwart und später als 1. Vorsitzender des Turnbezirks Osnabrück.

Der Vorstand vergrößert das rein sportliche Angebot im musischen und geselligen Bereich, indem er Wanderungen, Fahrten und Tanz anbietet. So finden weiterhin im Januar die Winterwanderung, zur Karnevalszeit die Kinderkarnevalsturnstunden in den Sporthallen und der Jahner Karneval im Haus Rahenkamp mit Prinz und Prinzessin, Elferrat, Schutzmann, Gefängniswärter, Mundschenk, Funkenmariechen und Tanzgarde sowie einer aufwendiger Dekoration, unter der Leitung des Präsidenten Georg Schlegel, das Frühlingsfest im April, die Himmelfahrtswanderung für die ganze Familie, das Stiftungsfest im Oktober und das Schauturnen im Dezember statt. Bei gemeinsamen Ausflügen im Sommer haben die Jüngsten bei Fuchsjagd und Ballspiel den größten Spaß. In den einzelnen Abteilungen wird durch Grillabende und ähnliche gesellige Treffs der Zusammenhalt des Vereins gefördert.


1975

Edith Schlegel übernimmt die moderne Tanzgruppe von ihrer Tochter Irene Brüggemann. Für diese Gruppe, die auch als Tanzgarde bei Karnevalsveranstaltungen auftritt, näht sie ebenfalls alle Kostüme.

Klaus Schmitz übernimmt mit seinem Stellvertreter Ralf Ackermann die Leitung der Schwimmabteilung.

Die Prellballer werden erneut Landesmeister.


1977

Anlässlich seines 80.Geburtstages veranstaltet der TV Jahn sein 15. Prellballturnier, welches als größtes Turnier Norddeutschlands in die Analen eingeht. 72 Mannschaften aus 31 Vereinen, mit über 300 Prellballern, werden zuvor vom Oberbürgermeister Ernst Weber im Rathaus empfangen. In 3 Osnabrücker Sporthallen wird um Pokale gekämpft, die vom Bundesinnenminister Maihofer, vom niedersächsischen Kultusminister Remmers, von der Stadt Osnabrück und vom Kreissportbund Osnabrück-Stadt gestiftet werden.

In den 8 Klassen stellt der TV Jahn als einzige Osnabrücker Mannschaft den Sieger in der Klase 5. In der erfolgreichen Mannschaft spielen Franz Dammann, Arthur Fischer, Friedel Kell und August Brockmann. Auch in diesem Jahr werden sie Landesmeister.

Wolfgang Lampe übernimmt die Leitung der TT-Abteilung. Er verjüngt sie und gründet eine Damenabteilung, die bis in Verbandsliga aufsteigt. Die Herren steigen in die Bezirksliga auf. Die Schüler und Jugendabteilungen erringen auf Kreis- und Bezirksebenen zahlreiche Erfolge.


1978

Der TV Jahn richtet am Johannistorwall 31 eine Geschäftsstelle ein. Jeden Montag, in der Zeit von 18:00 bis 20:00 Uhr, können Mitglieder hier den geschäftsführenden Vorstand antreffen und mit ihm ihre Anliegen besprechen. Ebenso wird der Raum für Abteilungsbesprechungen genutzt.

Es wird eine Bausteinaktion ins Leben gerufen, die das Ziel hat, ein Vereinshaus zu erstellen. Diese Aktion wird nach kurzer Zeit aufgrund Erfolglosigkeit wieder eingestellt.

Durch das Ausscheiden von Übungsleitern stellt der Verein zur Aufrechterhaltung und Erweiterung seines Angebotes den ersten hauptamtlichen Turnlehrer ein. Henner Böttcher, ebenfalls ein Absolvent der Turnschule in Frankfurt, kommt aus Hattorf im Harz.

Neue Abteilungen werden eingeführt, u.a. Turnen für Mutter und Kind und Jazzgymnastik.

Die Märchenspielgruppe wird eingestellt. Da das Erscheinen des Weihnachtsmannes für die Kinder erhalten bleiben soll, wird sein Kommen beim Schauturnen angekündigt. Aus diesem Grund wird aus dem Schauturnen das "Adventsschauturnen".


1979

30 Aktive aus der Schwimmabteilung des TV Jahn fahren unter der Leitung von Harald Klein und Ralf Ackermann nach Angers. Sie werden vom Verein "LES NAGEURS ANDEGAVES" freundlich aufgenommen und haben in ihrer Zeltstadt mit 14 Zelten außer Schwimmen ein reichhaltiges Programm, welches mit einer großen Abschiedsparty endet.


1980

Die Kinderkarnevalsturnstunde wird abgeschafft. Als Ausgleich bietet der Verein einen Kinderkarneval im Haus Rahenkamp an, der sofort sehr gut angenommen wird.

Bester TT - Verein bei den Bezirks- Meisterschaften im Bereich Weser-Ems.

Bei der Jahreshauptversammlung wird eine überarbeitete Satzung verabschiedet. In ihr enthalten ist die Jugend- Ordnung des TV Jahn. Der Jugendwart bekommt, als Vertreter der Jugend, eine Stimme im geschäftsführenden Vorstand. Ebenfalls wird eine Ehrungsordnung verabschiedet.

Die Beitragszahlung soll auf Bankeinzugsverfahren umgestellt werden.

Zu dieser Zeit besteht der Verein aus 1110 Mitgliedern.


1981-1990


1981

Am 1. Januar übernimmt Klaus Fengler als hauptamtlicher Sportlehrer die Arbeit von Henner Böttcher. Im August kann er sich beruflich verbessern und wird durch Petra Bartram ersetzt. Als Trainer der Handballer bleibt er dem Verein erhalten. Der Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Ernst Weber, ehrt den Verein für 25jährige Ausübung der Frauengymnastik.

Die Kunstturner werden bei den Bezirksmeisterschaften 3 mal Vizemeister und erreichen auf Landesebene ebenfalls gute Platzierungen.

Aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Schwimmabteilung veranstaltet der Verein ein internationales Schwimmfest mit Gästen aus Harlem, Alzey, Bremerhaven und Rothenburg/Wümme. Hierbei wird zum ersten Mal die offizielle Vereinsmeisterschaft ausgetragen.


1982

Die Mitgliederversammlung beschließt, künftig den Beitrag per Bankeinzugsverfahren zu erheben. Mit der Stadtsparkasse wird ein EDV-Vertrag geschlossen. Alle Daten der Mitglieder werden auf Formblättern der Sparkasse notiert und dann von deren Mitarbeitern in dem in Hannover stehenden Zentralrechner eingelesen.


1983

Die Kunstturner steigen in die Landesliga auf. Durch die gute Jugendarbeit werden 4 Turner (Karsten Beck, Jens Witte, Carsten Schröder und Thomas Riesenbeck) in den Niedersächsischen Schüler- und Jugendkader berufen.

Die moderne Gymnastik passt sich weiter an. Es wird eine Aerobic-Abteilung gegründet.

Eine starke Gruppe von Schwimmern und Turnern fährt zum Deutschen Turnfest nach Frankfurt.


1984

16 Schwimmer des Vereins nehmen am nächtlichen Marathonschwimmen in Georgsmarienhütte teil und erreichen mit 46000 Metern eine hervorragende Leistung.


1985

Im Mai fährt eine kleine Gruppe Vereinsmitglieder zum Landesturnfest nach Salzgitter.

Im November wird durch Anregung von Ingeborg Salm eine Sportgruppe für Allergiker und Asthmatiker eingerichtet. Unsere Sportlehrerin Petra Bartram wird in Köln speziell hierfür ausgebildet. Im Zusammenarbeit mit Dr. Szczepanski (Chefarzt des Kinderhospitals in Osnabrück) überwachen Ärzte des Hospitals und ortsansässige Kinderärzte die Übungsstunden. Für die Erwachsenengruppe sind allgemeine Ärzte in den Übungsstunden.

Vom 25.7. - 6.8. radeln 13 Schwimmer und Schwimmerinnen unter der Leitung von Detlef Schlie nach Alzey.


1986

Die Schwimmabteilung besteht seit 25 Jahren und wird hierfür vom Schwimmverbands Niedersachsen geehrt.

Für ältere Mitglieder wird im September eine Gymnastik-, Spiel- und Sportstunde eingerichtet, die von Hans-Hermann Röder geleitet wird.


1987

Zum 90.Geburtstag bietet der TV Jahn in einer Fotoausstellung, eine Woche lang in der Zweigstelle der Stadtsparkasse am Rosenplatz, Einblicke in seine Vereinsgeschichte.

Aus dem Sportfest wird in diesem Jahr ein Vereinsspielfest, das auf dem Sportplatz am Schölerberg ausgetragen wird.

24 Mitglieder nehmen am Deutschen Turnfest in Berlin teil.


1988

In diesem Jahr feiert der Verein 2 Jubiläen.

Zum 25. Mal findet das Schauturnen des TV Jahn statt. Aus diesem Anlas zeigen 3 Kunstturner und eine Kunstturnerin aus dem Bundesleistungszentrum in Hannover ihr Showprogramm. Ebenso begeistern die Trampolinspringer aus Aschendorf und Melle die zahlreichen Zuschauer.

Ebenfalls seit 25 Jahren besteht die Tanzgruppe des TV Jahn, zur Zeit unter der Leitung von Georg und Edith Schlegel.


1989

Silberne Amtjubiläen von Georg Schlegel und Frieda Söcker.

Im Mai fahren 24 Teilnehmer zum Landesturnfest nach Hannover.

Werner Lünnemann führt die EDV in den Verein ein. Er verwaltet mit per Computer die Mitgliederdaten mit Hilfe eines Programms, "V-2000", der Stadtsparkasse. Dadurch haben wir auch die Möglichkeit, Zahlungen und Einzüge von der seiner Wohnung aus zu erledigen. Dieses entlastet unsere Kassenwartin Frieda Söcker und haben den Vorteil, dass wir jetzt in der Lage sind, unsere Mitglieder listenmäßig zu erfassen.


1990

Hohe Auszeichnung für Georg Schlegel. Niedersachsens Wirtschaftsminister Carl Cassens überreicht das Bundesverdienstkreuz.

Die Ludwig Witte Riege besteht seit 60 Jahren. In ihr finden ältere Mitglieder Gleichgesinnte zum Wandern, für Ausflüge, gesellige Zusammenkünfte und mehrtägige Busreisen.

Zum Deutschen Turnfest nach Dortmund/Bochum fahren nur noch wenige Teilnehmer.


Durch die Mutterschaft unserer Sportlehrerin Petra Bartram-Burde wird Detlef Schütze als Sportlehrer verpflichtet. Er ist Diplomsportlehrer aus der ehemaligen DDR und ein gebürtiger Leipziger. Durch ihn kommen wieder mehr Jungen in den Verein.

Die Leitung der Schwimmabteilung geht an Nils Wehmeier über.


1991-2000


1991

Im September nehmen Dave Payne als Trainer, Detlef Schlie, Benno und Norbert Böer, Achim Hohwieler, Nils Wehmeier, Wiebke und Jan Warneke sowie Franz-Josef Wamhof an den europäischen Seniorenmeisterschaften in England teil. Mit sehr guten Platzierungen, wobei Benno Böer sogar unter den ersten 10 landet, tritt man zufrieden den Rückweg an.


1992

Als 6. Verein in Deutschland gründet der TV Jahn eine Shaolin-Kung-Fu-Abteilung, die von Jochen Wolfgramm ins Leben gerufen und geleitet wird. Diese Kampftechnik (Seven-Star-Mantis-Stil [Sieben-Sterne-Gottesanbeterin-Stil]) wurde vom Mönch Wong Long entwickelt.

Nach der Mutterschaftszeit übernimmt Petra Bartram-Burde wieder das Amt der hauptamtlichen Lehrkraft. Aus finanziellen Gründen können wir leider Detlef Schütze nicht behalten. Im Oktober gibt Petra ihr Amt zurück. Als neue Turnlehrerin wird Nadine Koch, eine in Kirgisien geborene Sportlehrerein, die ebenfalls eine Ballettausbildung hat, eingestellt.

Auf Grund des Studiums von Nils Wehmeier führen Norbert Böer, Achim Hohwieler und Britta Weiß die Schwimmabteilung.


1993

3 neue Abteilungen entstehen im TV Jahn.

Marina Reitenbach wird als Übungsleiterin verpflichtet. Sie bildet eine neue Jazztanzgruppe für Frauen und lässt eine Rollschuhgruppe entstehen, die sofort großen Anklang findet. Zunächst laufen die Kinder noch in privaten Straßenrollschuhen, doch nach kurzer Zeit können vereinseigene Sportrollschuhe angeschafft werden. Diese werden stundenweise vermietet.

Durch den Wunsch Nadine Kochs, ihr Können im Ballett weiterzugeben, wird eine Kinderballettabteilung eingerichtet.


1994

Nach 30 jähriger Tätigkeit als Kassenwartin legt Frieda Söcker die Geschäfte in die Hände des 2. Vorsitzenden Werner Lünnemann.



1995

Die Leitung der modernen Tanzgruppe wird vom Ehepaar Schlegel niedergelegt. Zusammen mit Nadine Koch übernimmt Werner Lünnemann die Leitung.

Der TV Jahn wird Stützpunktverein für die Integration von Aussiedlern. Aus diesem Anlass findet zum ersten Mal eine Busfahrt für Kinder statt, die über die Mühlenstraße zum Pottspark nach Minden führt.

Die Schwimmabteilung des TV Jahn schließt sich mit der Schwimmabteilung des Post SV zu einer Startgemeinschaft zusammen. Sie starten unter dem gemeinsamen Namen "Schwimmteam Delphin". Die Leitung der Abteilung übernimmt Klaus Schmitz.


1996

Georg Schlegel tritt zurück. Als neuer 1. Vorsitzender wird Werner Lünnemann gewählt. Zum erstenmal sind drei Frauen im geschäftsführenden Vorstand. (Dagmar Patzer, 2.stellvertretende Vorsitzende; Rita Lünnemann, Kassenwartin; Rita Nitowski, Frauenwartin).
Der TV Jahn erhält von dem Verein BISOS für die Arbeit mit Aussiedlern eine Auszeichnung, die mit einer finanziellen Unterstützung versehen ist. Die Rollsportabteilung feiert erste sportliche Erfolge auf Wettkämpfen. Georg Schlegel wird vom Ministerpräsidenten Gerhard Schröder für seine jahrzehntelange, ehrenamtliche Tätigkeit für den Sport geehrt.


1997

Anlässlich des 100 jährigen Bestehens des Vereins sind vom Vorstand besondere Veranstaltungen des Vereins geplant. Bis zum Zeitpunkt dieses Erscheinens war die traditionelle Winterwanderung diesmal besonders hervorgehoben. Während der Maiwoche am Muttertag präsentiert sich der Verein 8 Stunden lang auf dem Nikolaiort in Osnabrück. Vom Ballonflugwettbewerb bis hin zur Rockmusik wird für alle etwas geboten. Die Osnabrücker werden aufgefordert, ein Handballgeschicklichkeitsspiel oder Basketballwürfe zu versuchen. Von der Bühne, auf der unsere Mädchen vom Ballett bis zum Jazztanz sehr gute Tänze zeigen, werden die Zuschauer auch zum Mitmachen animiert. Am 28.06. soll auf dem Gustav Heinemann Platz ein öffentliches Spielfest für alle Kinder der Stadt veranstaltet werden und am 30.08.1997 wollen wir im Haus Rahenkamp Voxtrup am Morgen ein Festakt begehen und am Abend das Stiftungsfest feiern.